Schwarzer Panther

Still, leise, schleich heran

Schritt um Schritt die Pfoten setzen

Nicht, dass dich jemand hören kann

Nicht, dass sie dich finden und verletzen.

 

Siehst die Gitterstäbe nicht

Denn wo sie sind, ist auch das Licht

Die Scheinwerfer, hörst ihren Schrei

Bleib, wo du bist, bist nicht bereit.

 

Verschmilzt mit der Dunkelheit

Bist mit ihr eins

Bist die Perfektion der Anpassbarkeit.

 

Deine grünen Augen leuchten im Dunkeln

Verschmelzen mit ihr, ich seh sie rebellisch funkeln

Sag, sind das Tränen, die du weggewischt

Damit dich keiner in deiner Schwäche erwischt?

 

Langsam tastest du dich vor

Jeder Schritt lautloser als der davor

Pschd, leise, jeden Laut in der Kehle versteckt

Pass auf, nicht, dass dich jemand entdeckt.

 

Du näherst dich an

Siehst sie in der Ferne

bedrohlich türmen sie sich auf

Bist du bereit, sie zu durchqueren?

 

Wurdest du in den Käfig gesperrt

Damit es an deinen Kräften zerrt?

Wollten dir die Macht nehmen

Sie könnten nicht mit deiner Stärke umgehen.

 

Sag mir, kleiner Panther,

wann war der Tag bereit

Wann hat der Schmerz das höchste Leid erreicht?

 

Wann war der Tag, an dem du verstanden hast

Dass keiner kommt und dich befreit?

Dass du selbst die Macht längst in dir trägst

Das Schloss zu sprengen und auszubrechen?

 

Sag mir, wann war der Tag,

an dem du dich hast fallen lassen

Die Kontrolle, über das was kommt,

Hast fortgehen lassen?

 

Nur durch ihren Verlust wurden die Stäbe aufgebogen

Mit einem Sprung bist du hindurchgeflogen

Es war nie nötig, das Schloss zu sprengen

Brauchtest nur noch den Mut zu rennen.

 

Jetzt bist du draußen, stehst im Schein

Aufmerksamkeit, in deren Mitte du nie wolltest sein

der nächste Käfig, der auf dich wartet

Nun bist du größer und stärker, auch allein.

 

Hast jetzt Feuer in dir, das ruhig brennt

Dir Energie gibt und nicht mehr alle niederrennt

Jetzt kann dein Leben endlich beginnen

Der Sand in der Uhr wird langsamer rinnen.

 

Bist gewachsen, unsichtbar, innerlich

Stärke, die nie mehr zerbricht

du wirst nie mehr schleichen müssen

Niemals wieder aus fremden Händen fressen.

 

Jahrelang warst du die Beute

Der Tag, an dem du zum Jäger wirst, ist heute.

Kleiner Panther, lauf nicht weg,

Du bist perfekt.

 

Kommentar

Story of my life mit viel Raum zur Eigeninterpretation.

3. Dez 2022

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Hi, ich bin Nadin

…und ich liebe es zu schreiben. Beim Schreiben verarbeite ich Erlebnisse und lasse Gefühlen freien Lauf.

Ich verliere mich oft in die Phantasiewelt in meinem Kopf, habe eine Schwäche für ausdrucksvolle schwarz/weiß-Fotografie und eine perfide Faszination für die menschlichen Abgründe.

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Anziehend glücklich.

Gedanken. Gedichte. Gefühle.

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